In zwei Tagen fahre ich mit einer Freundin in die Berge. Wir haben uns eine kleine Hütte gemietet, die nur mit den nötigsten Utensilien ausgestattet ist. Wir haben zwei Betten, eine Küche mit einem Ofen und ein ganz einfaches Bad. Das war genau unsere Absicht. Wir möchten wandern gehen und uns viel unterhalten. Ich habe mir bereits einige Sachen zum Malen mit eingepackt. Dann will ich ein bisschen schreiben und lesen. Alles ganz oldschool, aber ich freu mich drauf. Wir werden auf Laptops und Telefone verzichten. Wir nehmen zwar unser Handy mit Akku mit, aber das wollen wir nur verwenden, wenn irgendein Notfall passiert. Mal schauen, ob das klappt.

Ich weiß selber nicht, wie ich ohne all den Kram auskommen werde, den ich sonst immer benutze. Ich habe mir für alle Fälle mal ein weiteres Akku über die Kleinanzeigen Zwickau gekauft, weil ich Angst habe, dass mein Akku kaputtgeht. Wenn nämlich das passiert und ich das Handy brauche, um einen Notarzt zu rufen, dann kann das schlimm ausgehen. Deswegen habe ich alles vorbereitet. Ich hoffe, dass mich meine Freundin nicht etwas panisch findet. Aber im Notfall bin ich ja gut vorbereitet.

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Ok, ich glaub mein erster Eintrag hat meinen Zwiespalt einigermaßen gut dargestellt. Ich stehe zwischen der Begeisterung für die Möglichkeiten der neuen Welt und der totalen Gereiztheit, weil man überall und immer erreichbar sein muss. Wenn ich beispielsweise nicht ans Handy gehe, dann bekomme ich das von meinen Freunden vorgehalten „Dich erreicht man ja nie!“. Ich gebe zu, ich mache das manchmal mit Absicht, aber nicht weil ich meine Freunde nicht mag. Ich mache das bei fast allen meinen Freunden, ganz egal wer gerade anruft. Deswegen sollte sich niemand persönlich angegriffen fühlen.

Ich gehe nicht an mein Telefon, weil ich manchmal einfach nicht reden möchte – mit niemandem. So geht es mir beispielsweise, wenn ich mich abends mit einem schönen Rotwein vor einen Film setze und für mich sein will. Oder auch, wenn ich gerade an wichtigen Sachen arbeite oder schreibe. Oder, wenn ich einfach nur koche. Es gibt Situationen, in denen will man einfach nicht telefonieren. Ist das so schlimm? Geht es nicht jedem so? Oder, wenn ich mich gerade in einem Café befinde und mit einer Freundin quatsche, dann will ich doch das Gespräch nicht durch ein Telefonat unterbrechen. Naja, vielleicht bin ich da ja eine Ausnahme. Aber ich will mir die Freiheit und die Autonomie nicht nehmen lassen. Ich bestimme in meinem Mikrokosmos!

So, nun bin auch ich fast überall im WWW vertreten. Komisch, wie man sich von Jahr zu Jahr immer mehr auf allen Community-Seiten wiederfindet. Vor einigen Jahren war ich noch diejenige, die gesagt hat, „ich will kein Handy haben!“ oder die, die sich nirgendwo anmelden wollte. Ich hatte Angst um meine Daten etc..

Ich mein, das habe ich immer noch, aber mittlerweile funktioniert ja fast gar nichts mehr ohne solche Seiten. Man muss sich dazu bekennen. Meine Chefs sind auf verschiedenen Seiten vertreten und ich muss natürlich mit ihnen befreundet sein. Dann sind da meine Freunde, die ich ohne all die Netzwerke kaum mehr sehen oder sprechen würde und ohne Handy kommt ja keiner mehr klar.

All diese Sachen hätte ich noch vor einem Jahrzehnt nicht für möglich gehalten und nun befinde ich mich meistens in der Kommunikation mit verschiedenen technischen Geräten. Das ist mir immer noch ein Gräuel, aber was soll ich machen? Ist ja nicht so, als ob man sich das aussuchen könnte. Sich davon freizumachen bedeutet gleichzeitig, dass man sich von der Außenwelt abschneidet. Man wird zum Einsiedler und das nur, weil man nicht mitmachen will? Ich mag ja all meine Annehmlichkeiten, die ich mit der Technik erhalte, aber manchmal ist mir das zu viel des Guten. So kann wohl auch nur jemand jammern, der bereits über 30 ist.